Sozialer Forderungskatalog der SPD Senioren

Senioren

Tagung der Arbeitsgemeinschaft 60plus

Am vergangenen Dienstag trafen sich die Vorstände der beiden Kreisverbände der SPD Arbeitsgemeinschaft 60plus Dingolfing-Landau und Rottal¬-Inn zu einer Sitzung im Kastenhof in Landau. Der Vorsitzende beider Kreisverbände Hartmut Manske aus Frontenhausen konnte hierzu die Mitglieder begrüßen. Hauptthema der Sitzung war ein sozialer Forderungskatalog für die Senioren zur weiteren Beschlussfassung der bevorstehenden Bundeskonferenz der SPD Ag 60plus in Berlin. Der Vorsitzende H. Manske stellte hierbei die auf der Landeskonferenz der SPD Arbeitsgemeinschaft 60plus beschlossenen Inhalte dieses Forderungskataloges vor. Dieser Forderungskatalog wurde sehr sorgfältig ausgearbeitet und beinhaltet wichtige Punkte, die genau auf die Bedürfnisse der älteren Generation„vor Ort" abgestimmt wurden. In der Einleitung heißt daher auch eine der Zentralforderungen: „Wir müssen Ältere in die Gesellschaft einbeziehen, stärker beteiligen und das Miteinander von Jung und Alt fördern.

Wir brauchen bessere Erwerbschancen für ältere Arbeitnehmer und eine altengerechte Infrastruktur, die sowohl die Mobilität der Älteren sicherstellt als auch das Wohnen im Alter und das wachsende Bedürfnis nach pflegerischen Leistungen berücksichtigt. Des Weiteren finden sich auch Forderungen nach dem Erhalt und Förderung der Generationenhäuser, wie sie so in dieser Form mittlerweile mehr als 500 Mal in Deutschland anzutreffen sind, und die für alle Seiten -Bürgerinnen und Bürger, Alte und Junge, Migranten und anderen Gruppen der Gesellschaft, als auch für die jeweiligen Städte, Gemeinden, Kommunen, einen Gewinn und eine echte Bereicherung darstellen, da durch diese Einrichtungen das „ Wir-Gefühl“ ganz besonders stark gefördert wird. Eine weitere Forderung ist die verstärkte Berücksichtigung und zur Verfügung - Stellung, altersgerechten und barrierefreien Wohnraumes, sowie dessen Förderung. Das beinhaltet gleichzeitig den Wunsch nach Barrierefreiheit nicht nur im Wohnbereich, sondern auch im 0ffentlichen Personen Nah Verkehr (ÖPNV). Dieses bedeutet auch finanzielle Mittel frei zu geben, für den behindertengerechten Aus- bzw. Umbau von Zusteigemöglichkeiten an Bahnhöfen.
Von großer Bedeutung ist die Einforderung eines wieder sozial verträglichen
und ausgewogenen, gerechten und vor allem bezahlbaren Gesundheits- und Pflegesystems, das am ehesten durch die Einführung einer solidarischen Bürgerversicherung zu erreichen ist. Die unverzügliche und konsequente Umsetzung der Stärkung der Pflege und Pflegenden ist eine weitere Forderung, neben der längst überfälligen Beendigung der Altersdiskriminierung. Das geht von der Ablehnung älterer Arbeitnehmer in den Betrieben, bis hin zur Ablehnung von Kreditanfragen bei Banken. Diskriminierungen dieser Art verletzen die Menschenwürde und sind daher nicht zu akzeptieren. Hat man bereits vergessen, dass es gerade diese Generation war, die maßgeblich am Wiederaufbau Deutschlands mitgewirkt hat? Auch die Vermeidung von Altersarmut durch eine gesicherte gesetzliche Rente zur Sicherung des erworbenen Lebensstandards wird in dem mehrseitigen Katalog angemahnt. Daher die Forderung: „Die Rentenentwicklung darf nicht von der Lohnentwicklung abgekoppelt werden, das heutige Rentenniveau von 52,3 Prozent darf keinesfalls weiter absinken, sondern muss wieder auf mindestens 56 Prozent steigen. Auch die Entwicklung von innovativen Produkten und Dienstleistungen, die dazu beitragen, die Lebensbedingungen der Älteren zu verbessern, muss vom Bund und den Ländern entschlossen angegangen und vorangetrieben werden. Die älter werdende Gesellschaft kann die Arbeitsplätze von morgen schaffen und sichern. Wir müssen dazu aber ihre Potenziale erkennen und ausschöpfen. Denn nur, wenn wir die demographische Herausforderungen annehmen und in ihnen auch eine Chance sehen, können wir ein älter werdendes Deutschland zum Vorreiter in Sachen Seniorenfreundlichkeit machen, indem wir die Lebensbedingungen der Älteren verbessern, Teilhabe sichern und das Miteinander von Jung und Alt stärker fördern." Das alles ist „Programm" der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) für die kommenden Jahre, so der Vorsitzende Hartmut Manske zu den Inhalten des Forderungskataloges.
Anmerkend hierzu äußerte Herbert Colling Vorstandsmitglied der Ag 60plus „nicht Verharren, sondern Handeln und umsetzen. Nicht verzögern oder was noch schlimmer ist, aussitzen, sondern unverzüglich anpacken und verändern.“ Diesen Leitspruch haben sich die Verantwortlichen und Aktiven der SPD-Arbeitsgemeinschaft 60plus auf ihre Fahne geschrieben und machen sich damit zum Sprachrohr vieler Betroffenen in unserer Republik.

 

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