Eine der ersten RadltourenZu einer Info-Radtour durch die Marktgemeinde hatte der SPD-Ortsverein Wallersdorf am vergangenen Samstag (30.08.2025) eingeladen. Der Wettergott meinte es gut mit der Radlergruppe, so dass sich viele interessierte Bürgerinnen und Bürger am Volksfestplatz einfanden, um sich von den beiden Markträten Herbert Fellinger und Georg Wintersperger über aktuelle Entwicklungen und Projekte in der Marktgemeinde informieren zu lassen.
Nach einem Hinweis auf ein bereits genehmigtes Bauvorhaben mit 24 Wohneinheiten in einer betreuten Wohngemeinschaft in der Nähe des Abfahrtsorts wurde als erste Station das neue Gewerbegebiet zwischen der Bahnlinie und der alten B 11 angefahren. Auf dem 6 ha großen Areal werden derzeit Erschließungsarbeiten durchgeführt. Anhand eines Lageplans wurde die Einteilung der zum Verkauf angebotenen Flächen erläutert. Es gibt bereits zahlreiche Nachfragen von ortsansässigen und regionalen Firmen und auch einige Reservierungen liegen bereits vor. Die Vergabe erfolgt durch den Marktgemeinderat, wobei die Firmen ein Nutzungskonzept vorlegen müssen. Der Bau eines Geh- und Radweges vom Ortsende bis zum Kreisverkehr am Mitterweg, der erheblich zur Verkehrssicherheit beitragen würde, scheiterte am notwendigen Grunderwerb und konnte deshalb bisher leider nicht verwirklicht werden.
Über die Umgehungsspange ging es bis zum Beginn des Radwegs nach Altenbuch. Hier wiesen die Markträte zum einen auf das im Bau befindliche Umspannwerk hin und informierten zum anderen über die mögliche Ansiedlung eines Großbatteriespeichers auf dem gegenüberliegenden Grundstücks, das sich im Eigentum der Gemeinde befindet. Das Bauleitverfahren für diesen Bereich ist bereits abgeschlossen, so dass Baureife besteht. Voraussetzung für die in Containerbauweise zu errichtenden Lithium-Ionen-Speicher ist allerdings, dass ein Netzanschlussvertrag vorliegt.
Die weitere Strecke führte hinter den Logistikbetrieben von Action und EDEKA zur Vierhöfener Straße in Richtung Wallersdorf. Der nächste Halt war bei der Baustelle der Mc Donalds-Filiale. Die Planungen und Genehmigungen hierfür sind bereits abgeschlossen, so dass mit dem Bau begonnen werden konnte. Die Fertigstellung und Inbetriebnahme soll noch heuer erfolgen. Auf dem Gelände werden auch einige E-Lade-Säulen errichtet und ein 40 Meter hoher Werbepylon wird aufgestellt. Angesprochen wurde natürlich auch die Notwendigkeit eines Geh- und Radweges über die Autobahnbrücke. Dem gesamten Marktrat liegt die Sicherheit der Fußgänger und Radfahrer, die von Wallersdorf aus das Schnellrestaurant besuchen wollen, sehr am Herzen, weshalb auch die beiden SPD-Markträte alle Bemühungen in dieser Hinsicht unterstützen.
Die Inbetriebnahme des gegenüberliegenden Edeka-Getränkelager ist für Herbst dieses Jahres vorgesehen. Es konnten alle Posten und Positionen besetzt werden, so dass in dem Hochlager etwa 200 Personen Beschäftigung finden. Zudem berichteten die beiden Markträte, dass die Errichtung eines nicht beleuchteten Werbewürfel auf dem Dach des Hochregallagers genehmigt worden ist. Auch über eine mögliche Verwendung des im Besitz der Marktgemeinde befindlichen „alten“ Edeka-Gebäudes in der Landshuter Straße wurde angeregt diskutiert.
In Wallersdorf angekommen wurde Station bei der neuen Kläranlage gemacht, wo Klärwärter Florian Kramhöller bereits auf die Radler wartete. Er führte die Gruppe über das Gelände, erklärte die Funktionsweise der neuen Kläranlage und ließ keine Fragen aus der Gruppe unbeantwortet. Nach einem kräftigen Applaus für die kompetente Führung ging es weiter zum Grabenweg, wo das Gelände des geplanten Kindergartenneubaus begutachtet wurde. Die Notwendigkeit eines Kindergartenneubaus wurde vom Landratsamt festgestellt. Die planungsrechtlichen Voraussetzungen wurden geschaffen und die archäologischen Ausgrabungen sind bereits abgeschlossen. Ein erster Planungsentwurf konnte eingesehen werden, wobei auch auf die Möglichkeit der Erweiterung hingewiesen wurde.
Bei der Abschlussbesprechung am Freigelände des FC-Vereinslokals wartete bereits ein frisch gezapftes Fass Bier und andere Erfrischungsgetränke auf die Radlergruppe. Es wurden noch weitere Themen wie die Plakatierung bei Wahlen, die geänderte Stellplatzregelung oder Tempo 30 in Wohngebieten angesprochen und durchaus kontrovers diskutiert. Auch die im März 2026 stattfindenden Kommunalwahlen boten natürlich Gesprächsstoff.
SPD-Ortsvorsitzender Georg Wintersperger bedankte sich abschließend bei allen Teilnehmern fürs Mitfahren und das Interesse und gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass man auch nächstes Jahr wieder Gelegenheit haben wird, zur Info-Radl-Tour der SPD einladen zu dürfen.