Die Roten zu Besuch bei den Schwarzen - SPD zu Besuch bei Kaminkehrerinnung

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Rimbach - Dingolfing-Landau. Am vergangenen Mittwoch konnte der Obermeister der niederbayerischen Kaminkehrerinnung Holger Frischhut, sein Stellvertreter Alois Pinzl und der Technikvorstand der Landesinnung Markus Schlichter eine hochkarätige Delegation der niederbayerischen SPD angeführt von Landrat Heinrich Trapp im Bildungszentrum der Innung in Rimbach begrüßen. Die stellvertretenden SPD-Bezirksvorsitzenden Ruth Müller und Peter Stranninger, der Dingolfinger SPD-Kreisvorsitzende Dr. Bernd Vilsmeier und seine Stellvertreterin Christine Trapp und 2. Bürgermeister Sepp Koch aus Mengkofen vervollständigten die Runde.

Obermeister Holger Frischhut gab einen Überblick über die Struktur der Kaminkehrerinnung und das Berufsbild des Schonsteinfegers. Derzeit gehören zur Innung 173 Betriebe in Niederbayern, die 62 Lehrlinge ausbilden. Besonderes Augenmerk richtete er auf das Bildungszentrum der Innung in Rimbach. Es ist eine Bildungsstätte von deutschen und europäischen Rang mit zwei Schulungsräumen und EDV-Lehrraum. Stolz sind die Kaminkehrer auf das Kompetenzzentrum für Festbrennstoffe in Rimbach.
 
Die schwarzen Männer und Frauen gelten in weiten Teilen der Welt als Glücksbringer. Der heutige Kaminkehrer muss aber weit mehr können als Schornsteine fegen. Das Arbeitsfeld eines Schornsteinfegers ist in vier Hauptaufgaben eingeteilt. Der Brandschutz ist immer noch die ureigenste Aufgabe. Dazu gehört neben dem Kehren von Abgasanlagen und Kaminen auch das Reinigen von Feuerstätten. Die zweite wichtige Aufgabe ist die Betriebssicherheit mit der Überprüfung von Feuerungsanlagen. Umweltschutz und Energieberatung wird immer wichtiger als Beitrag für Energieeinsparung.
 
Den Besuch der SPD-Politiker aus der Region nutzen die Kaminkehrer natürlich, um einige Herausforderungen für ihren Berufsstand zu thematisieren. Sorge bereitet der Nachwuchs, da sich viele junge Leute für einen Job in der Industrie entscheiden, obwohl viele Innungsbetriebe über Tarif bezahlen. Problematisch sehen die Kaminkehrer, so Holger Frischhut, einige Änderungen im Kaminkehrergesetz. Das neue Ausschreibungsverfahren für Kehrbezirke könnte für den einen oder anderen Meister das berufliche Aus bedeuten, obwohl er über viele Jahre gute Arbeit geleistet und junge Leute ausgebildet hat. Hier ist dringend Nachbesserungsbedarf erforderlich, dass hier Kollegen nicht in Hartz IV abgleiten.
 
Zudem kritisierten die Kaminkehrer ihre nicht geklärte Einbindung in die Energiewende. Denn fast drei Viertel der verbrauchten Energie in Deutschland werden zur Wärmegewinnung genutzt. Hier haben die Kaminkehrer eine breit angelegte Kompetenz, die sich auf der Höhe der Zeit bewegt, zu bieten. Außerdem baten die Kaminkehrer die Gäste von den "Roten" um Unterstützung bei dem anstehenden Ausbau des Schulungs- und Bildungszentrum in Rimbach. Damit soll der hohe fachliche Standard der Kaminkehrer in Niederbayern und darüber hinaus gesichert und ausgebaut werden.

Bild: SPD-Politiker aus Niederbayern zu Besuch im Bildungszentrum der niederbayerischen Kaminkehrerinnung in Rimbach.

 

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