Apell an Jung und Alt „kein Atommüllzwischenlager in Niederbayern“

Ortsverein

Marktrat Herbert Fellinger bedankt sich bei Hewrrn Klaus für den Vortrag

Die beiden Markträte Herbert Fellinger und Georg Wintersberger hatten am Mittwoch den 6.02.2019 in den Bräuhof, zu einer Informationsveranstaltung zum Thema Atommüllzwischenlager in Niederaichbach eingeladen.

Dieses Thema sollte eigentlich im Energie- und Umweltausschuss der Marktgemeinde aufgegriffen werden.  Auch der Marktrat gibt eine breite Unterstützung für das Anliegen der nicht weit entfernten Kommune  und unterstützt die Petition. Leider endet die Frist zur Eintragung für diese Petition schon Ende Februar und der Informationstermin wurde vorgezogen. Neben einigen Mandatsträgern und vielen interessierten Bürgerinnen und Bürgern konnte Herbert Fellinger vor allem den Niederaichbacher Bürgermeister, Josef Klaus, begrüßen.

Herr Klaus ist seit dem 1. Mai 2014 Bürgermeister der Gemeinde Niederaichbach und wurde im Juni 2018 zum Sprecher der Standortbürgermeister Kerntechnischer Anlagen (ASKETA) gewählt.
Die Gemeinde Niederaichbach, und der Markt Essenbach sind die beiden Standortkommunen der beiden Kernkraftwerke Isar 1 und Isar 2.Auf dem Gebiet der Gemeinde Niederaichbach befindet sich das Zwischenlager BELLA, dort werden abgebrannte Brennelemente aus den beiden Kraftwerksblöcken eingelagert, bis in Deutschland ein Endlager zur Verfügung steht.

Herbert Fellinger gab einen kurzen Einblick in die Historie der beiden Kernkraftwerke Isar 1 und Isar 2, die 1979 bzw. 1988 kritisch wurden.

Vorher war schon ein Versuchsreaktor 1973 auf dem Gelände kritisch geworden der dann nur wenige Tage in Betrieb war. Der Schwerwasserreaktor wurde von 1987 – 1995 als erstes Kernkraftwerk in einem Pilotprojekt bis auf die grüne Wiese zurückgebaut und für den entstandenen Atommüll wird seit dem ein geeigneter Lagerort gesucht.

Und hier liegt das Problem.

Herr Klaus gab Einblick sowohl in die Kraftwerksarchitektur als auch in kleinste Details der sogenannten Transport- und Lagerbehälter für Atommüll, den sogenannten Kastoren. Nachdem die Suche nach einem Atommüllendlager in Gorleben vorerst nicht mehr möglich ist befindet sich der Gesetzgeber in einer heiklen Lage da Lösungen für die Zwischenlagerung gefunden werden müssen. Ohne Beteiligung der Öffentlichkeit wurde beschlossen das sieben Kastoren aus den Wiederaufbereitungsanlagen Sellafield und La Hague in Niederaichbach zwischengelagert werden sollen. Das Brennelementebehälterlager (Bella) ist weder für ernste Zwischenfälle konzipiert noch steht eine „heiße Zelle“ zur Verfügung wie diese bereits in Gorleben existiert. Deshalb möchte die Gemeinde, dass die restlichen Castoren dort eingelagert werden, wo alle bisher zurückgelieferten Castoren eingelagert wurden, nämlich im Zwischenlager Gorleben in Niedersachsen.
Dieses Zwischenlager wurde auch eigens dafür geplant, genehmigt und gebaut.  Die Gemeinde Gorleben akzeptiert die Aufnahme der Castoren in das dortige Zwischenlager, jedoch behindern politische Egoismen diese einfache Lösung.

 

Mit einer Petition soll nun der Gesetzgeber dazu veranlasst werden, die Zwischenlagerung von Atommüll in Niederaichbach nicht weiter zu verfolgen. Die Öffentlichkeit muss also mit Vorträgen und Veranstaltungen so gut als möglich erreicht und die Niederbayrische Bevölkerung informiert werden. Jeder von uns ist aufgefordert diese Petition gegen diese gefährliche Atommülllagerung  vor unserer Haustüre zu vermeiden. Hierzu stehen im Rathaus die Unterschriftenlisten zur Verfügung oder nutzt online im Internet diese Möglichkeit die Petition zu unterstützen. Es wäre vielversprechend wenn sich die jüngere Generation unter www.openpetition.de  einträgt und dabei Ihre Eltern und Großeltern gleich unter die Arme greift. So kann man bequem die Petition unterstützen und spart sich dabei gleich den weg zum Rathaus.Nach einer Diskussionsrunde  

bedankte sich Herbert Fellinger abschließend bei den zahlreich erschienenen Gästen und überreichte dem Bürgermeister Herrn Josef Karl als Dankeschön eine gute Flasche Rotwein.          

 
 

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