Niederbayern nicht abhängen. SPD-Dingolfing-Landau bei Verkehrskonferenz in Regensburg

Verkehr

Anfang der Woche nahm eine Abordnung des SPD-Kreisverbandes mit dem SPD-Kreisvorsitzenden Bernd Vilsmeier an der vom SPD-Europaabgeordneten Ismail Ertug aus Amberg organisierten Verkehrskonferenz mit Schwerpunkt Schienenverkehr in Ostbayern in Regensburg teil. Viele Vertreter von Politik, Wirtschaft, Gewerkschaften und Verbänden nutzten die Gelegenheit mit den hochkarätigen Referenten wie dem Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bahn Rüdiger Grube oder Matthias Ruete von der Europäischen Kommission die Anbindung Ostbayerns an den nationalen und europäischen Schienenverkehr zu diskutieren.

Während für die Oberpfalz ganz klar die Elektrifizierung der Bahnstrecke Hof-Regensburg im Vordergrund steht, hat für Niederbayern und auch Dingolfing-Landau die Anbindung an den Flughafen München und die Beschleunigung der Fahrten nach München Vorrang, zu der ein zweigleisiger Ausbau der Strecke Landshut-Plattling gehört. Wenn der Flughafen München mit einer dritten Startbahn weiter ausgebaut werden soll, dann darf die verkehrstechnische Anbindung insbesondere mit der Bahn nicht nachhinken, so SPD-Kreisvorsitzender Vilsmeier. Schon bei der Eröffnung des Flughafens München1992 wurde gewitzelt, dass der Flughafen München der einzige Flughafen der Welt sei, der nur aus der Luft erreichbar ist.
Bahnchef Grube machte deutlich, dass beim Anschluss zum Flughafen eindeutig die bayerische Staatsregierung am Zuge sei, um endlich die Baureife für ein Konzept herzustellen. Eine Fernbahnanbindung des Flughafens München ist bisher nicht angedacht, da die technischen Voraussetzungen fehlen. Für den Ausbau des Schienennetzes in Deutschland ist rechtlich das Verkehrsministerium in Berlin zuständig, die Bahn ist für den Betrieb verantwortlich. Für die Organisation und den Fahrplan im Schienennahverkehr ist seit der Bahnreform ebenfalls allein der Freistaat verantwortlich, so der Bahnchef.
Ein weiteres wichtiges Projekt für Niederbayern ist der Ausbau der Strecke München-Mühldorf-Burghausen, um die dortige Industrie anzubinden. Wenn dort nichts passiert, droht Abwanderung von Investitionen, die für das südliche Niederbayern lebensnotwendig sind, so Vilsmeier. Weiterhin müssen die ostbayerischen Schienennetze besser in das europäische Netz eingebunden werden, da seit dem Fall des Eisernen Vorhangs die Zentren in Ostbayern wieder im Herzen Europas liegen. Ein Beispiel ist hier die Strecke München-Prag, die bisher eine echte „Weltreise“ darstellt. Nur mit gut ausgebauten Netzen kann mehr Fracht auf die Schiene verlagert werden. Leider wurde in den letzten Jahrzehnten die Schiene gegenüber der Straße sträflich vernachlässigt. Während seit dem Zweiten Weltkrieg allein mehr als 10.000 Kilometer Autobahnen neu gebaut wurden, wurden ganze 950 km Schiene neu gebaut.

 

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