100 Jahre SPD-Orstverein

Ortsverein

Herr Pfarrer Dr. Hösl im Gespräch mit Bürgermeisterkandidat Herbert Fellinger (Don Camillo und Peppone?)

Nur wenige Dokumente gibt es die den Ursprung des SPD-Ortsvereins in Wallersdorf bezeugen und ausgerechnet das Zeitungsarchiv der Landauer Zeitung liefert den Beweis dafür.

Der Landauer Hobby-Historiker Nick Söltl war es, der in den Archiven gewühlt hat um zu Erfahren was in Landau gleich nach Kriegsende passiert ist. Neben Zeitungsinseraten der USPD waren dann einige wenige Details zur Vereinsgründung in den Gemeinden Pilsting und Wallersdorf zu finden.

Kurt Eisner war es der unmittelbar nach Kriegsende am 8. November 1918 den Freistaat Bayern ausrief. Die Weimarer Republik war gerade aus der Wiege gehoben und der 1 Mai als Arbeiterfeiertag im Gesetzestext verankert, da musste Kurt Eisner sein Engagement für das Land mit seinem Leben bezahlen, weil die Monarchie abrupt zu Ende gegangen war.

Anfang 1919 fanden im ganzen Land blutige Unruhen statt und erst nach den Wahlen kehrte langsam Frieden ein. Die Wahlnachbesprechungen waren dann auch die Veranstaltungen die in Anzeigen kund getan wurden. Eine dieser Anzeigen und die Einladung zu einer  1 Mai Feier sind auch die Dokumente die alleine auf den SPD-Ortsverein in Wallersdorf hinweisen und es ist sehr wahrscheinlich dass es zu dieser Zeit auch Ortsvereine in Haidlfing und Altenbuch gab, da diese Genossen bei der Maifeier anwesend waren. Leider sind sämtliche Aufzeichnungen vor 1933 vernichtet worden und so mancher Sozialdemokrat hat in den Folgejahren seine Gesinnung mit dem Leben bezahlt.

Erst nach dem Krieg und mit Einführung der bayrischen Verfassung vom 8 Dezember 1946 waren wieder Demokratische Parteien möglich. Wilhelm Högner schuf eine der weltweit besten Verfassungen, die Grundlage für ein starkes und demokratisches Bayern wurde. Im Jahr 1947 wurde der SPD-Ortsverein dann wiedergegründet und ist seit dem Bestandteil der Kommunalpolitik. Neben zahlreichen nam- und standhaften Kommunalpolitikern wie Franz Zollner oder Willy Spranz waren es Martin Renner (Bürgermeister von 1966 -1972) und Alfred Zehentmaier als zweiter Bürgermeister die wesentlichen Anstoß gaben für zeitgemäße Infrastruktur wie Kanalisation und zentrale Trinkwasserversorgung.

 

Mit zwei Fässern Freibier kam man leicht ins Gespräch mit den flanierenden Spaziergängern die nicht nur das historische Feuerwehrauto bewunderten sondern auch das Gespräch zu kommunalen Entwicklungsmöglichkeiten suchten. 

Ein sehr witziges Gespräch führten Herr Dr. Hösl und Herbert Fellinger über den Filmklassiker "Don Camillo und Peppone" und man kam sich schnell näher als man über die gemeinsame Leidenschaft "Geschichte" zu sprechen kam. Das Gespräch war sehr interessant und kurzweilig.  

 

Von Badeweiher über Marktplatzgestaltung bis hin zum Flächenfrass und Kläranlagenneubau war alles vorhanden.

Schwerpunktthemen waren die Marktplatzgestaltung mit dem Füßlgelände und der Bachstraße, Ansiedlung neuer produzierender Firmen auf dem Lohergelände: Entwicklung der Ortsumgehung - Ost mit Sportplatzzentrum und ÖPNV (Ettling, Altenbuch, Haidlfing) sowie barrierefreies Wohnen mit sozialem Wohnungsbau. Baulücken schließen,  Baumarkt ansiedeln sowie Bauland zur Verfügung stellen waren ebenfalls favorisierte Themen. Ansatzpunkte die es anzupacken gilt gibt es also genügend und man muss dazu nur den Bürger befragen.

Parteipolitische Ambitionen sind auf kommunaler Ebene jedenfalls fehl am Platz und haben in den vergangenen Jahren auch, zum Vorteil für die Gemeinde, gar keine Rolle gespielt.

In einer separaten Zusammenfassung soll dargestellt werden was die Bürger bewegt und was machbar ist. Natürlich verteilte Herbert Fellinger schon erste Visitenkarten und hielt nicht hinter dem Berg dass er sich sehr freuen würde, kommender Bürgermeister der Marktgemeinde sein zu dürfen.  

 

 
 
 

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